Stoßwellentherapie 1/2

Die Stoßwellentherapie ist ein innovatives therapeutisches Verfahren, das bei Schmerzen des Bewegungsapparats für bemerkenswerte Linderungen sorgt. Dabei werden hochenergetische Schallwellen auf das betroffene Gewebe gerichtet, was die Durchblutung fördert und den Heilungsprozess beschleunigt.

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Diese Therapieform eignet sich besonders gut für Erkrankungen wie Fersensporn, Tennisellenbogen oder auch Muskelverspannungen, da sie entzündungshemmend wirkt und die Regeneration der Zellen anregt. Patienten berichten häufig von einer signifikanten Schmerzlinderung und einer verbesserten Beweglichkeit schon nach wenigen Sitzungen, was die Stoßwellentherapie zu einer wertvollen Option in der orthopädischen Schmerztherapie macht.

Fersensporn & Plantarfasziitis

Das Krankheitsbild:
Jeder Schritt am Morgen fühlt sich an, als würden Sie in einen Nagel treten? Stechende Schmerzen unter der Ferse sind oft das Resultat einer Plantarfasziitis – einer Entzündung der Sehnenplatte an der Fußsohle. Bleibt diese Entzündung lange bestehen, kann sich an der Ferse ein knöcherner Auswuchs bilden: der sogenannte Fersensporn. Ursache sind meist Überlastungen, falsches Schuhwerk oder Fußfehlstellungen.

So hilft die Stoßwellentherapie:
Die Stoßwelle ist hier eine der effektivsten Behandlungsmethoden. Die energiereichen Schallwellen dringen tief in das Gewebe der Fußsohle ein. Sie regen die Durchblutung massiv an, fördern den Stoffwechsel und beschleunigen so den körpereigenen Heilungsprozess. Die Entzündung kann abklingen und der Schmerz lässt nach – ganz ohne Spritzen oder Operation.

Wissenschaftliche Grundlage: Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) ist in den medizinischen Leitlinien als hochwirksame Therapie bei chronischem Fersenschmerz anerkannt. Zahlreiche randomisiert-kontrollierte Studien (RCTs) zeigen eine signifikante Schmerzreduktion und eine Erfolgsquote von 70 bis über 80 Prozent, weshalb auch Fachgesellschaften wie die DIGEST (Deutschsprachige Internationale Gesellschaft für Extrakorporale Stoßwellentherapie) sie ausdrücklich empfehlen.

Kalkschulter (Tendinosis calcarea)

Das Krankheitsbild: Ein stechender Schmerz beim Heben des Arms oder starke nächtliche Schmerzen, die Sie nicht schlafen lassen – das sind typische Anzeichen einer Kalkschulter. Durch Minderdurchblutung und Verschleiß lagern sich in den Sehnen der Schulter kleine Kalkdepots ab. Dies führt zu schmerzhaften Entzündungen und schränkt die Beweglichkeit des Arms massiv ein.

So hilft die Stoßwellentherapie: Die Stoßwelle bietet eine hervorragende Alternative zur Operation. Die gezielten Schallwellen zertrümmern das harte Kalkdepot in der Schultersehne in winzige Partikel. Gleichzeitig wird der Stoffwechsel in der Region so stark stimuliert, dass der Körper in der Lage ist, diese Kalkreste selbstständig über das Lymphsystem abzutransportieren und abzubauen.

Wissenschaftliche Grundlage: Die fokussierte Stoßwellentherapie gilt in der Orthopädie als „Goldstandard“ der konservativen (nicht-operativen) Behandlung der Kalkschulter. Klinische Studien belegen nicht nur eine rasche Schmerzlinderung, sondern bestätigen auch im Röntgenbild das vollständige oder teilweise Verschwinden der Kalkdepots nach wenigen Sitzungen.